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Geschichten von Sabine Dangel

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Der Geburtstag von Markus war's. Wir haben in der Teestube gefeiert, saßen rund um den Tisch gegenüber dem Fernseher und guckten Musikvideos. Der Sänger einer Gruppe hatte sehr weibliche (andere würden sagen: „schwule“) Bewegungsabläufe. Es war nicht zum Angucken. Da fing natürlich die Diskussion über Schwule an.
Wolfgang meinte, er hätte mal einen Schwulen auf der Arbeit gehabt. Dem hätte er gleich klar gemacht, daß er, Wolfgang, nicht angetatscht wird.
Daraufhin fragte ihn Daniel, ob er wisse, wieviele Schwule es in Deutschland gäbe. Wolfgang erwiderte:„Nein.“
Daniel beugte sich zu ihm, strich ihm über den Arm und meinte: „Viel zu wenig!“
 

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Eine e-mail:
 
hi
daaaaaaaaanke für die liebe gästeliste, da ich kaum leute kenne, wird das ein treffen werden, wo man zueinander unvoreingenommen sich näherkommen kann. ich lege auf sowas wert, weil es ja nichts bringt wenn man gegen windmühlen kämpfen muss, wenn der ruf einem wie ein eisiger schatten vorauseilt....
so jetzt aber genug der dramaturgie, ich freu mich drauf, und wenn du vorher schon lust auf mich langweiler hast, der sich bei dir so wohl fühlt, dass er am liebsten ein paar mittagsschläfchen hinlegen würde, dann schreib ruhig ;-))
bis dann
 

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Was Erik immer mit seinen e-mails verschickt:
 
Fur unsere Bruder und Schwestern am Fahndungsraster:
Anschlag Angriff Drogen Geld Waffen USA Amerika Bin Laden CIA FBI BND Bundesbehorde heiliger Krieg Studium Elektrotechnik Maschinenbau Ingenieur Bush Blair Arafat Israel Leihwagen naher Osten Sprengstoff Bombe Deutschland Vergeltung Rache Flugschule Pilotenschein Anfuhrer Saddam Hussein Heroin Kokain Koks Schlafer Semtex Allah TwinTowers
(bitte erweitern)
 

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Dieter, seines Zeichens Student der Wirtschaftsinformatik, ging mit Laptop und Schraubenzieher zu seinem Kommilitonen Gerd, um sich von diesem den Datenbank-Prozessor zeigen zu lassen. Gerd brauchte eine halbe Stunde, um Dieter klar zu machen, was Sache ist.
 

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Ich bin Sabine. Mein Bruder heißt Willi.
 

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Ein Verwandter von mir, der Norbert (der mit dem leckeren Sekt), erzählte von einer Busfahrt an den Lago Maggiore. Der Busfahrer war ein recht unerfahrener und achtete nicht auf den Ast, der in die Straße ragte. Der Ast war ein starker, der durch den Bus hochgedrückt wurde. Durch die Hebelwirkung neigte sich der Baum mitsamt seinen Wurzeln. Auf den Wurzeln wiederum stand der Kiosk eines Zeitungsverkäufers. Der Kiosk des schimpfenden Verkäufers hob sich also auch in die Luft.
Sehr schnell waren sie von der italienischen Polizei umringt. Drei Stunden dauerten die polizeilichen Angelegenheiten - wobei der Busfahrer froh sein mußte, daß er nicht verhaftet wurde - dann konnten sie wieder weiterfahren.
 

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Gerd liest viele Zeitschriften, hat auch einige abonniert. Die liest er gründlich, alles wichtige unterstreichend.
Melanie nun wollte ihren Eltern Eintrittskarten für ein Thermalbad schenken. Stiftung Warentest hatte einige von ihnen getestet und Gerd gab ihr das entsprechende Heft. Wir haben nach dem betreffenden Artikel gesucht. Beim Durchblättern sahen wir, daß auch der Beitrag über Inkontinenz-Höschen für Damen fein säuberlich unterstrichen war.

Nun Gerds Kommentar dazu:
 
Ich habe erst jetzt die Geschichte mit den „Inkontinenz-Hoeschen fuer Damen“ entdeckt.
Dazu moechte ich folgendes bemerken:
In dem Test ging es um Inkontinenz-Einlagen und nicht um Hoeschen fuer Damen.
Einlagen sind unisex. Eine extra-Ausgabe fuer Maenner wuerde sich erst im erregten Zustand lohnen. Und in diesem Zustand traegt man normalerweise nichts mehr, auch keine Inkontinenz-Hoeschen fuer Damen ;-)
Und ausserdem, was wisst ihr denn schon, wie oft ich am Tag nach Inkontinenz-Einlagen gefragt werde? Da muss man schliesslich kompetent beraten koennen! ;-)

Kais Spekulationen zu Gerds Kommentar:
 
Ob der Gerd viele Menschen mit Inkontinenz kennt und damit vielleicht schon eigene Erfahrungen hat? Aber wahrscheinlich ist bei ihm den ganzen Tag sowieso alles im „erregten Zustand“. ;-)