Psychiatrie / Psychologie
Ich war eigentlich immer der festen Meinung, daß diese beiden Fachgebiete nichts für mich sind. Aber wie das Leben so spielt, man erlebt allerlei und kommt um so manche Erfahrungen nicht drumrum, und möchte wissen, was man da erfahren bzw. was einen gar überfahren hat.
Ich habe mit Freunden geredet und diskutiert, im Internet geforscht (mit der erfreulichen Feststellung, daß es zu diesem Themengebiet immer mehr immer bessere Sites gibt) und habe die Stadtbücherei abgegrast.
Im Folgenden gibt es also Erfahrungen (siehe auch unten), Links und Buchtipps.
Erfahrungen
Selbstbewußtsein
Das ist in Folge von Trauma - kann Mißbrauch, Unfall oder sonst etwas sein - oft sehr niedergemacht und der Patient versucht, das wieder auszugleichen. Z.B. indem er Stärke repräsentiert. Das kann darin bestehen, daß das Opfer eines Autounfalls weiterhin sehr riskant fährt. Oder man gibt sich als Karrieremensch oder eben als erfolgreicher Mensch (in einem Verein oder einer Gruppe wird z.B. eine führende Stellung übernommen).
Eine weitere Folge dieses kaputten Selbstbewußtseins kann die Co-Abhängigkeit sein. Der betreffende Mensch braucht es, gebraucht zu werden. Daher wird er als Berater für andere tätig, erlernt einen Helfer-Beruf wie etwa Therapeut oder kommt von einem süchtigen Freund nicht los bzw. kann diesem keine Grenzen setzen und unterstützt damit die Sucht.
Angst
Eine Folge der immensen, tief sitzenden Angst, ist, daß der Betreffende keine Kontrolle abgeben kann. Im Verein oder in einer Gruppe kann sich das so auswirken, daß alles über die betreffende Person laufen muß.
Eng damit verknüpft ist das Mißtrauen. Was im ursprünglichen Zusammenhang - z.B. bei Mißbrauch - auch sehr verständlich ist. Dieses Mißtrauen wird aber auf Situationen und Menschen übertragen, wo es nicht nötig bzw. sogar schädlich ist. Ein Mensch, dem grundlos Mißtrauen entgegengebracht wird, wird mindestens gehemmt und unsicher reagieren. Wenn er nicht gleich ganz aufgebracht ist. Das kann in Betrieben dem Arbeitsklima sehr schaden.
Eine weitere Folge der Angst ist das beschränkte Gesichtsfeld. Der Betreffende kann nicht mehr so gut auf sein Umfeld eingehen und fühlt sich sehr schnell angegriffen. Begreift dabei nicht, daß es nur seine tiefsitzende Angst ist, die ihm Gefahr vorgaukelt, sodaß er Unschuldige zum Sündenbock macht.
Freunde
Freundschaften der betroffenen Personen bestehen oft aus gegenseitigen Abhängigkeiten, was vermeintlich Sicherheit gibt. Das kann nicht gut gehen und schon gar nicht im Ernstfall, wenn Probleme auftauchen oder wenn sich einer der Freunde weiterentwickelt.
Desweiteren hat der Betroffene viele falsche Freunde, die z.B. keine echte Kritik wagen. Oder er hat Menschen um sich, die sich an einen „Starken“ dranhängen, um selbst Sicherheit zu bekommen oder auch zu glänzen (als Flucht vor den eigenen Problemen). So kann gar eine Scheinwelt aufgebaut werden mit den eigenen, angeblich sozialen Regeln.
Links