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Bestes: with or without You

Noch mehr Schmonzette, diesmal ohne Worte, dafür mit Flamenco-Gitarre. Die cover version von with or without You von U2. Gespielt von Café del Mundo, gefällt mir besser als das Original. Könnte ich auch rauf und runter hören.
Es stammt aus ihrem Corona-Konzert in Buchen vor zwei Jahren, war der Opener. (Mit diesem Konzert habe ich die beiden kennengelernt.) Später im Jahr hatte ich das dann live gehört, auch als Konzert-Opener, bei einem Konzert, in dem ich leibhaftig mit zwei Freundinnen war. Hach!

Und jedes Gesicht ist schön.

Dieser Tage höre ich mal wieder die "very elastic band" Choir!Choir!Choir! auf Youtube. Der Ausdruck "very elastic band" stammt aus dem TEDx-Toronto-Event, bei dem sie aufgetreten sind (hier das Filmchen auf Youtube).
Es ist Rudelsingen, aber wie! Die bringen ganz schön was aufs Parkett. Vieles davon hört sich sehr gut an. (Nicht einfach gut, sondern sehr gut.) Bonnie Tylers Total eclipse of the heart zum Beispiel. Zu ihrer rauhen Stimme passen diese eher ungeschulten, bunt gemischten Rudelsinger. (Die Adaption von Bryan Adams' "The summer of 69" dagegen gefällt mir nicht.)
Aber nicht nur, was stimmlich rüberkommt. Wie schön sie alle aussehen! Jedes Gesicht. Sie strahlen, leuchten von innen heraus. Sind ganz beim Singen, in freudiger Erwartung dessen, was da kommt, was sie da erleben. Es ist toll!

Es gibt noch andere Aufnahmen anderer Rudelsingformationen, aber sie kommen alle nicht so gut wie die von Choir!Choir!Choir!

Gelingende Männerfreundschaft: Café del Mundo.

Weil das Interview aktuell erschienen ist, ich dieses Duo sehr mag und weil's so schön zum vorigen Blogpost (Bell Hooks) passt: Café del Mundo in Gestalt von Jan Pascal und Alexander Kilian werden vom Titel-Magazin zu ihrer Männerfreundschaft interviewt.
Sehr schön zu lesen.

Abt Notker als Rock'nRoller

Abt Notker Wolf ist ein bekannter Benediktiner, wenn auch Anselm Grün ein noch bekannterer Benediktiner ist. So wurde Abt Notker letztens in hr2 - Doppelkopf interviewt (Man kann nicht vor sich selbst fliehen).

Dabei stellte sich heraus, dass Abt Notker bis zur Auflösung der Band "Feedback" dort E-Gitarre (und auch Querflöte) spielte! Ein rockender Abt, na, das ist wohl 'ne Show, da musste ich auf YouTube gleich mal fahnden.
Das sieht so witzig aus, Feedback mit Help my soul (ab Minute 1:45 etwa) und Abt Notker! Letzerer in seiner schwarzen Kutte, mit riesigem Kreuz vor dem Bauch, ziemlich ruhig dastehend und daneben die Musikerkollegen in diversen Posen.

Beim Auftritt von Deep Purple in Benediktbeuren vor etlichen Jahren waren sie übrigens die Vorband. Der Abt durfte im Verlauf des Konzerts mit Deep Purple für "Smoke on the Water" auf der Bühne stehen (gibt's auch auf Youtube).

Geigenstunde wirkt nachhaltiger als Therapie.

Seit einem Jahr nun habe ich Geigenstunde. Es macht grossen Spass, da ich einen engagierten Lehrer habe, der sein Wissen und Können gerne vermittelt.

Anfangs war es von meiner Seite aus eine arge Gurkerei, sassen mir doch die geigerischen Missstände aus früheren Jahren in den Knochen. Da hiess es Geduld zu entwickeln, nicht zuviel auf einmal zu wollen. Dass ich ständig den Vergleich zwischen meinen früheren Lehrern und meinem jetzigen im Kopf hatte, das war auch nicht so fein. Aber gut, das geht vorbei.

Das ist vorbei. Aber immer noch wirkt die Geigenstunde wie Therapie, und zwar sehr nachhaltig. Ich bin erstmal für mehrere Tage geschafft. Mir kommen die Erinnerungen an meine Familie hoch. Was mir nicht so passt, weil ich es nicht so genau wissen will, jedenfalls nicht mit der Lupe. Und bearbeitet an sich habe ich diese Sache schon längst.

Letzteres habe ich nicht erwartet. Ich nehme an, das kommt daher, weil ich einfach auf Musik anspreche. Wenn es ordentlich gemacht wird, dann trägt das zu meiner Lockerung bei, rückt mir sozusagen den Kopf zurecht.
Mehr Gelassenheit und Ausgeruhtheit finde ich gut. Die hochkommenden Erinnerungen brauche ich nicht. So habe ich beschlossen, nach der nächsten Geigenstunde (falls das wieder passiert) eine Beruhigungstablette (was harmloses, keine Hammer!) einzuwerfen.