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Schuhekauf - ein Graus?

Notgedrungenerweise komme ich gerade vom Schuhekauf zurück. Qualitätsschuhe, bequem, gutes Fussbett, chic. Ich hoffe, sie halten eine Weile. Wenn ja, dann bleibe ich bei der Marke. Wenn nein, dann wechsle ich wieder.

Die vorigen sind heute kaputtgegangen. Es waren Markenschuhe, Seibel. Ich dachte, ich hätte mir was Gutes damit getan. 4,5 Monate sind sie alt, so lange habe ich sie auch schon im Gebrauch. Was heisst: So lange? Nach meinem Empfinden ist das für das Kaputtgehen viel zu kurz!
Ein Riss am rechten Schuh, quer durch, das Wasser von der nassen Strasse drang heute früh darin ein. Grmpf, unangenehmes Gefühl. Ich bin nach Feierabend extra in den Laden getappt (den Kassenbon habe ich noch), weil mir jemand vor Jahren - als ich auch einen Riss in der Sohle hatte, aber keinen Kassenbon mehr - geraten hatte, so etwas zu reklamieren. Aber der Inhaber meinte, da wäre wahrscheinlich nichts mehr zu machen, weil Loch drin.

Die vor den Seibel waren Luftpolsterschuhe von Wolky. Wolky ist superbequem, ganz toll zum Laufen (jedenfalls für mich), aber was ich nicht wusste (und der Händler auch nicht), das war die Luftpolstersohle. Man sah das von aussen nicht, dass das Luftpolster war. Aber die kann nicht einfach so repariert werden. Jedenfalls von meinem hiesigen Schuhmacher nicht. Aber dort habe ich den Tipp bekommen, mich an den Hersteller zu wenden. Die vom Wolky-Shop sind auch sehr nett und hilfsbereit, aber ich musste meine Schuhe zum Besohlen einschicken und sie sind noch nicht zurück.

Davor hatte ich Hartjes, auch schnell durchgelaufen. Hielten eine Saison, immerhin länger als die von Seibel.
Und davor hatte ich die billigeren, die in der Mitte gebrochen waren.

Grmpf, grmpf, grmpf. Ich hoffe, meine Schuhepechsträhne findet ein Ende.

"Ich hab geträumt von Dir."

Das war wohl eher ein Albtraum. Ein instabiler Mensch, der sich anderen aufdrückt.

Es war Wochenende, die Last des Alltags fiel von mir ab. Besonders hat sich wohl dieser instabile Mensch eingegraben. Ich hatte mit ihm aktuell nichts zu tun, mir wurde von ihm berichtet. Und es hat mir gereicht.

Instabile Menschen gibt es viele. Viel zu viele. Ob sie alle Gewalt, Missbrauch, ... erfahren haben? Der Mensch aus meinem Albtraum behauptet, seine Familie sei keine gute gewesen. Ob ich's so glauben kann? Denn er macht sich sehr selbst zum Opfer (und damit zum Täter). Und klagt an, klagt an, klagt an, egal wen, und findet noch jedes letzte Haar in der Suppe. Unangenehm. Erst nett, dann dreht er das Messer um.

Ich will da nicht analysieren. Mir fällt es einfach auf, weil es schwierig ist, mit diesem (solchen) Menschen umzugehen und ich so viele Klagen über diesen (solche) Menschen höre. Klar, schwierig ist schwierig und wenn man immer wieder mit Ausfällen fertig werden muss, reicht es einem (irgendwann).

Der Kelch mit dem Menschen aus meinem Alptraum scheint vorerst an mir vorübergegangen zu sein. Ich denke an einen anderen instabilen Menschen. Dem wiederum kann ich nicht entgehen ohne irgendwie aufzufallen, aber was soll ich machen? Den Eiertanz halte ich nicht mehr aus, ich werde mich zurückziehen. Ich hoffe, es wird einigermassen glimpflich abgehen.