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So vergänglich alles.

Einen Schock erlebt auf Arbeit. Keine Sorge, ich werde nicht öffentlich machen, was es ist. Seltsam ist es auf jeden Fall. Die liebe Eitelkeit dürfte dahinterstecken, Selbstverwirklichungsdrang und Drang nach Anerkennung gegen alle Widerstände, und v.a. Verantwortungslosigkeit.
Dann läuft noch der Landtagswahlkampf, ein ehemaliger Schulkamerad kandidiert auch. Hört sich erstmal toll an. Wieso er nicht für die CDU antritt, das ist mir ein Rätsel. Macht Sport, statt sich um die Familie (Frau und vier Kinder) zu kümmern. Was ist am Verleugnen der Care-Arbeit so fortschrittlich?

Und ich denke mir, da gehe ich doch lieber den Freund besuchen, der gerade eine Krebsbehandlung macht. Er wird mir wieder vorreden von seinem Fussballverein. Das kenne ich, als gäbe es nichts Wichtigeres in seinem Leben. Aber er freut sich ehrlich, wenn ich komme, wenn er Besuch bekommt. Was zählt da schon Eitelkeit? Er hat nie auf der Sonnenseite des Lebens gelebt, zählt wohl in unserer Leistungsgesellschaft eher zu den Losern. Doch ehrlich, was zählt das? Er hat ein Herz! Das zeigt er. Das zählt. Mehr als alles andere.

Was wollen die anderen nur mit ihrem Ruhm, ihrem Bekanntheitsgrad, ihrem vorgeblichen Erfolg? Es bleibt so viel auf der Strecke, die Mitmenschlichkeit, das, was uns lebendig macht, zusammenhält, zuallererst.
Ich werde weiterhin auf die Begegnung von Herz zu Herz setzen. Je älter ich werde, umso mehr, umso bewusster.