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Die Weite des Herzens.

Das ist etwas, was mich an gläubigen Menschen so anzieht.
An Christen ist es mir letztens in einer Ökumene-Sitzung aufgefallen, aber es gilt auch für Gläubige anderer Glaubensrichtungen.
Man könnte es vielleicht auch als „Güte“ bezeichnen. Sie weitet den Horizont, das Denken. Was fehlt (oder an den Rand gedrückt wird) sind Hass, Engstirnigkeit, Negativität. Die Weite des Herzens benennt die Dinge, ohne sie festzunageln, schon gar nicht (negativ) zu bewerten.
Ich liebe das.

Zur Zeit entdecke ich christliche Zeitungen und Magazine für mich. „Der Pilger“ liegt immer bei meinem Hausarzt aus, ich selbst lese bei „Chrismon“ rein. Sehr reichhaltige Website (allein die vielen Podcast-Folgen(!)) mit einem Journalismus, der mir behagt. Fundiert und eben mit der Weite des Herzens und der daraus resultierenden Weite des Denkens.
Die Artikel sind umfassender als ich es sonst kenne. Sie sind nicht so kopfbasiert und dadurch weitreichender. Ich kann es nicht richtig beschreiben. Doch, das ist mein Eindruck beim Lesen.
Ich muss mir noch mehr Publikationen zu Gemüte führen und mich an den angebotenen Podcasts gütlich tun.

Den „Pilger“ habe ich mir nun auch reingefahren. Viel, viel übers Pilgern ist drin. Die Zeitschrift wird ihrem Titel gerecht. Man kann auch sagen, es sei Wandern mit innerer und äusserer Einkehr. Es ist eindeutig „slow living“ im Gegensatz zur allgegenwärtigen Aufmerksamkeitshascherei.
Ein paar einfach Rezepte (Pesto in verschiedenen Varianten) sind im Sommerheft auch dabei. Und dann solche Anregungen wie die unter der Überschrift „Perspektiven wechseln“: Man schaut zusammen mit einem Freund einen Film (oder liest ein Buch, …) und zwar mit dem Wunsch, zu verstehen, was dem Freund an dem Film so gefällt.

„Slow living“ nenne ich das, abseits des üblichen Schnell-Schnell und der Effekthascherei. Man geht in aller Gemütsruhe aufeinander zu.
Habe ich in noch keiner Publikation so gefunden.

Mai Thi prüft Sonnencreme.

Vielleicht kennen einige von Euch den Kanal MAITHINK X. Mai Thi Nguyen ist eine Chemikerin und eine Wissenschaftspublizistin. Sie bereitet brennende Themen für die Öffentlichkeit auf, für die Nichtwissenschaftler (schliesslich ist nicht jede studierte und promovierte Chemikerin) und publiziert das in ansprechenden Shows. Viele kennen wahrscheinlich Ranga Yogeshwar, der das auch macht. Er ist sozusagen ein Vorgänger von ihr. Mai Thi ist nun auch schon eine Weile am Start und macht prägnante Shows.

Dieser Tage hat sie sich Sonnencreme vorgeknöpft und überprüft, wann und wie Sonnencreme nützt bzw. schadet. Unter dem Link geht es zum Youtube-Video auf dem MAITHINK X-Kanal.

So sehr ersehnte Sommersonnenwende.

Selten war sie so ersehnt wie dieses Jahr, bei dieser Hitzewelle. Kürzere Tage setzen wir in unseren Hirnen damit gleich, dass bei Einbruch der Nacht (oder des Abends) die Sonne nicht mehr (so) brüllt. Nichts wünschen wir uns mehr.

Was will man an diesen überaus heissen Tagen schon machen? Ich lese von anhaltendem Trauma durch das Erwerbsleben, weil es im Arbeitszimmer auf Arbeit höllenheiss war. Ein Trauma, das in das Rentendasein rein reicht. Zum Beispiel.
Eine Freundin erzählt mir, dass sie sich auf Arbeit keine Split-Klimageräte anschaffen können, weil das politisch nicht erwünscht sei. Wann sie wohl in dieser Entscheidung umkehren? Wenn der erste umkippt? Oder wieviele braucht es dafür?

Bei mir ist es dieser Tage so semi. Ich warte auf meinen Ventilator (soll dieser Tage kommen), der mir Windchen um die Ohren bläst. Ich bin daheim, habe eine Erkältung und muss die auskurieren. Hauptsächlich, indem ich mich schone (trinken und so ist schon auch angesagt). Was will man an solchen Tagen auch anderes machen, als sich zu schonen? Gut auskuriert werde ich nächste Woche wieder in die Arbeit gehen. (Da ist es Gott sei Dank gekühlt. Aber nach Arbeitsschluss werde ich dann vor einer gefühlten Wand stehen.)

Nächste Woche sollen die Temperaturen zwischen 30 und 33°C pendeln. Eigentlich auch schon wieder viel zu heiß für mich. Immerhin sind es keine 39°C, denn die winken uns an diesem Wochenende.

Ja, immer mal her mit früheren Abenden und Nächten! Mit Kühle!

Die Blogwochen 2026 kommen.

Das ist ein private Aktion von Dirk, Benedikt und Robert. Sie haben sie letztes Jahr gestartet, als ihre Blogs jeweils 25 Jahre alt waren. Sie fanden die Aktion so inspirierend und erfolgreich, dass sie sie dieses Jahr im Herbst wieder durchführen werden. Ihnen geht es einfach darum, Leben in die Blogosphäre zu bringen. Es ist keinerlei Werbung oder Profit damit verbunden.

Mehr dazu findet Ihr auf deren Blogs.

Da ging der Bach den Bach hinunter.

Sprich: Im Streichquartett ist es nicht so gern gesehen, wenn ich den Leuten die Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach zumute.

Zu Jugendorchesterzeiten hatten wir die Fugen 1, 4 und 9 gespielt und so dachte ich, das könne ich wieder aufleben lassen. Zumal ich Bach liebe. Aber für ein Streichquartett ist es aufgrund des fehlenden Dirigenten blöd. Wir hatten ein (altes, der Lautstärke wegen) Metronom in die Mitte gestellt, aber da fehlte uns immer die Eins. Und vielleicht einer, der den Einsatz gibt, wenn das Thema (oder der Kontrapunkt) kommt in der eigenen Stimme.

Ausserdem habe ich gelernt, dass viele Leute gar nicht gerne zählen. Ich selbst zähle immer, habe mir das in langen Jahren Orchestererfahrung und Dirigentenerfahrung angewöhnt. Ohne zählen geht es nicht. Bei Bach schon gleich gar nicht. Er erfordert sehr genaues Taktgefühl. Irgendwie gehört für mich das Zählen bei ihm (und auch bei anderen) dazu und man bekommt das nach mehrmaligen Üben ins Gefühl, es gehört zum Stück dazu.

Nun denn, ich werde wohl niemals mehr wieder die „Kunst der Fuge“ spielen. Schade.