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Albrecht Beutelspacher war heute in SWR1-Leute.

Albrecht Beutelspacher ist einer der bedeutendsten deutschen Mathematiker. Er ist emeritierter Professor in Gießen und hat einen grossen Ehrgeiz darin, Mathematik gerade dem mathematisch eher Unbedarften gut verständlich rüberzubringen.

Heute nun war er zu Gast in der Sendung SWR1-Leute. Ich habe es mir als Podcast nach der Sendung angehört. Hach, das macht so Lust, Mathematik zu studieren!

Die Sendung steigt mit dem Fussball (also diesem runden Lederding) und Mathematik ein. Da war ich schon versucht, an den SWR oder Herrn Beutelspacher dazu zu schreiben, ob es da Literatur (für den Laien) dazu gibt, so anschaulich war das! Die entsprechende Literatur wollte ich - so meine Idee - den beinharten Fussballfans unter meinen Freunden und Bekannten weiterleiten. Der Fussball mit seinen Fünf- und Sechsecken, mit seinem Flankenflug, ... wurde (und wird) anscheinend ausführlich mathematisch untersucht und begutachtet! Eieiei.

Reise von Blog zu Blog

Eine Internetreise von Blogrolle zu Blogrolle habe ich heute nachmittag gemacht. Schon ewig her, seit ich das das letzte Mal getan habe. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern.

Ich weiss noch, dass ich früher oft enttäuscht war, was für sperrige Blogs es gibt. Sperrig in dem Sinne, dass wohl ein sperriger Mensch dahintersteckte. Mit den wenigsten konnte ich. Heute - mindestens 10 Jahre älter - weiss ich aus Erfahrung, dass es sehr viele Menschen gibt, die sehr anders sind als ich. Ich meine nicht durch irgendwelche Krankheiten, sondern durch ihre Grundeinstellung zum Leben. Nörgelei z.B. schreckt mich ab.
Es ist aber nicht nur das, was Blogs so manches Mal schwer macht zu lesen (ich nehme meines davon nicht aus).

Vor kurzem - am 27. Dezember 2020 - bin ich auf einen Insta-Post von Deutschlandfunkkultur gestossen, der Susanne Scharnowski, eine Wissenschaftlerin, zitiert:
Zu Hause bin ich geschützt und da habe ich auch noch Gestaltungsmacht. Draußen entzieht sich viel meiner Kontrolle. Ich habe viele Regeln, die ich beachten muß. Aber zu Hause bin ich auch frei.

In den Blogs trifft dieses Innen auf das Außen. Das kollidiert. Das eigene Blog wird oft als Wohnzimmer empfunden. Auf gewisse Art ist es das auch, auf gewisse Art wieder nicht. Es ist eine Gratwanderung zwischen kleiner, überschaubarer Welt (Freiheit) und dem offiziellen Anzug für Draußen (Regeln).

Ein paar Blogs habe ich rausgefischt und abonniert. Ich lasse mich überraschen, wie sie sich entwickeln.

Spaziergang zum Ökogarten

Der Ökogarten der PH im Neuenheimer Feld ist nicht weit. Wenn man so rundrum läuft (dorthin von Blumen Elfner aus, an den Tennisplätzen vorbei, Ökogarten und dann über die PH und Mathematikon zurück), braucht man eine Stunde.

Gestern war ich dort schon unterwegs. Aber vor lauter Gucken / Erleben (ich gehe den Weg parktisch nie) habe ich nicht fotografiert.
Matschig ist der Weg dort, obwohl asphaltiert. Zur Zeit wird der dritte Bauabschnitt der neuen PH gebaut. Selbst am Samstag fahren die Baufahrzeuge. Deswegen ist der Weg ganz dreckig.

Matschiger Weg.
Matschiger Weg zum Ökogarten.


Der Ökogarten ist langgestreckt und ganz leicht zu erkennen an den Schildern am Zaun, die jeweils eine Pflanze bestimmen. Es hängen sehr, sehr viele Schilder aus Holz dort. Zur Zeit sieht man nur Geäst dahinter, jetzt im Winter fehlt das Laub.

Schild Kartoffelrose.
Ein Schild am Ökogarten: Kartoffelrose.


In den Garten selbst konnte ich nicht rein, da abgeschlossen. Von aussen konnte man den einen und den anderen Blick erhaschen. Schade, ich hätte mich gerne ein bisschen umgetan. Es sieht verlockend aus.

Blick in den Ökogarten.
Blick in Ökogarten.

Zufriedenheit mit einem künstlerischen Hobby.

Gerne lese ich im Blog von Markus Wäger mit, in dem es ganz viel um Fotografie geht. Er versteht nicht nur viel vom Fotografieren, er bringt es auch gut rüber und v.a. ist er geerdet. Da findet sich nichts vom deutschen Geniebegriff (dass dem Begnadeten alles vom Himmel fällt) oder von Starkult oder was weiss ich.

Er hat in seinem Blog auch eine Rubrik in der Seitenleiste, die ich mir gestern mal näher angeguckt habe. Dort verlinkt er auf Artikel in seinem Blog, die auf den Tag genau ein oder mehr Jahre älter sind. Der Artikel Nie zufrieden stach mir ins Auge. Er ist relativ kurz, so kurz, dass ich ihn hier zitiere:

Viele Fotografen sagen, man dürfe nie zufrieden mit seinen Fotos sein. Ich habe früher einmal Bass gespielt. Ich war nie zufrieden damit, wie ich spielte. Vor etwa 20 Jahren habe ich aufgehört.

Wisst Ihr, ein Hobby kann einem ganz schön verleidet werden, wenn man daraus keine Zufriedenheit schöpfen darf. Kurz gesagt: Wenn man nicht seinen eigenen Weg gehen darf. Der mag sich auf welchem Niveau auch immer einpendeln, aber es ist der eigene Weg. Es ist ein Wunder, dass ich beim Geigespielen geblieben bin, soviel Mist wie ich mit der Geige erlebt habe. Ich habe den Eindruck, der Wahnsinn fängt beim Fotografieren noch früher an.

So tut es mir gut, bei Markus Wäger mitzulesen. Das erdet auch mich und gibt mir Munition gegen die vielen Besserwisser, die das Fotografieren auf welche Art auch immer irgendwie abgehoben sehen.
Seine kreative Fotoschule, die er nun auf youtube nach und nach online stellt (noch gibt es sie beim Rheinwerk-Verlag zu kaufen), kann ich nur empfehlen. Mir hilft sie viel.

Wie ich zum Fotografieren kam.

Das war eine Frage, die ich heute auf Insta aufgeschnappt habe (obwohl sie nicht an mich gerichtet war). Dennoch, ich erinnere mich an meine Anfänge.

Also, die allerersten Anfänge lagen in meiner Kindheit. Alles analog, ich ganz alleine, ohne Anleitung. Ohne Anleitung und Austausch ist Fotografieren Mist, also bin ich nicht weiter gediehen.

Dann - längst erwachsen und im digitalen Fotografierzeitalter angekommen - habe ich einen Freund in der Eifel besucht. Herrlich, diese dunklen Häuser aus Lavagestein. Da habe ich es sehr bedauert, keinen Fotoapparat zu besitzen. Bilder von diesen Häusern hätte ich gerne mit nach Hause genommen.

Einem anderen Freund - der ewige Händler seines Zeichens - hatte ich das erzählt. Er besorgte mir eine kleine Sony, die schon ordentlich fotografierte. Bis zu ihrem Ableben hatte ich sie im Gebrauch. Mittlerweile fotografiere ich mit den Reisekameras von Lumix.

So richtig, richtig zum Fotografieren kam ich durch meine Fotogruppe, weil man da endlich durch die jeweils anderen Austausch und Anregung erfährt. (Ich finde auch, ich habe mich rasant verbessert.) Es ist nicht eine der "üblichen" Fotogruppen, weil die Teilnehmer unterschiedlich viel Geld haben. Wir legen also nicht gerade Wert auf das supertollste Equipment, sondern wir möchten viel Freude daran haben und uns fotografisch weiterenwickeln. Ich habe sogar den Verdacht, dass sich das fotografische Auge leichter an einfachen Kameras oder an Smartphones schulen lässt, weil man da nicht so viel technischen Schnickschnack beachten muss oder kann.