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So sehr ersehnte Sommersonnenwende.

Selten war sie so ersehnt wie dieses Jahr, bei dieser Hitzewelle. Kürzere Tage setzen wir in unseren Hirnen damit gleich, dass bei Einbruch der Nacht (oder des Abends) die Sonne nicht mehr (so) brüllt. Nichts wünschen wir uns mehr.

Was will man an diesen überaus heissen Tagen schon machen? Ich lese von anhaltendem Trauma durch das Erwerbsleben, weil es im Arbeitszimmer auf Arbeit höllenheiss war. Ein Trauma, das in das Rentendasein rein reicht. Zum Beispiel.
Eine Freundin erzählt mir, dass sie sich auf Arbeit keine Split-Klimageräte anschaffen können, weil das politisch nicht erwünscht sei. Wann sie wohl in dieser Entscheidung umkehren? Wenn der erste umkippt? Oder wieviele braucht es dafür?

Bei mir ist es dieser Tage so semi. Ich warte auf meinen Ventilator (soll dieser Tage kommen), der mir Windchen um die Ohren bläst. Ich bin daheim, habe eine Erkältung und muss die auskurieren. Hauptsächlich, indem ich mich schone (trinken und so ist schon auch angesagt). Was will man an solchen Tagen auch anderes machen, als sich zu schonen? Gut auskuriert werde ich nächste Woche wieder in die Arbeit gehen. (Da ist es Gott sei Dank gekühlt. Aber nach Arbeitsschluss werde ich dann vor einer gefühlten Wand stehen.)

Nächste Woche sollen die Temperaturen zwischen 30 und 33°C pendeln. Eigentlich auch schon wieder viel zu heiß für mich. Immerhin sind es keine 39°C, denn die winken uns an diesem Wochenende.

Ja, immer mal her mit früheren Abenden und Nächten! Mit Kühle!

Die Blogwochen 2026 kommen.

Das ist ein private Aktion von Dirk, Benedikt und Robert. Sie haben sie letztes Jahr gestartet, als ihre Blogs jeweils 25 Jahre alt waren. Sie fanden die Aktion so inspirierend und erfolgreich, dass sie sie dieses Jahr im Herbst wieder durchführen werden. Ihnen geht es einfach darum, Leben in die Blogosphäre zu bringen. Es ist keinerlei Werbung oder Profit damit verbunden.

Mehr dazu findet Ihr auf deren Blogs.

Da ging der Bach den Bach hinunter.

Sprich: Im Streichquartett ist es nicht so gern gesehen, wenn ich den Leuten die Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach zumute.

Zu Jugendorchesterzeiten hatten wir die Fugen 1, 4 und 9 gespielt und so dachte ich, das könne ich wieder aufleben lassen. Zumal ich Bach liebe. Aber für ein Streichquartett ist es aufgrund des fehlenden Dirigenten blöd. Wir hatten ein (altes, der Lautstärke wegen) Metronom in die Mitte gestellt, aber da fehlte uns immer die Eins. Und vielleicht einer, der den Einsatz gibt, wenn das Thema (oder der Kontrapunkt) kommt in der eigenen Stimme.

Ausserdem habe ich gelernt, dass viele Leute gar nicht gerne zählen. Ich selbst zähle immer, habe mir das in langen Jahren Orchestererfahrung und Dirigentenerfahrung angewöhnt. Ohne zählen geht es nicht. Bei Bach schon gleich gar nicht. Er erfordert sehr genaues Taktgefühl. Irgendwie gehört für mich das Zählen bei ihm (und auch bei anderen) dazu und man bekommt das nach mehrmaligen Üben ins Gefühl, es gehört zum Stück dazu.

Nun denn, ich werde wohl niemals mehr wieder die „Kunst der Fuge“ spielen. Schade.

Konzert mit Charme.

Am Montag abend habe ich in einem Konzert mit Charme mitgespielt. Es war das zweite Mal, dass ich in diesem Ensemble ein Konzert mitgespielt habe und diesmal nahm ich es bewusster wahr. Das Ensemble ist ein herzliches, meist älteren Datums, und alle haben sie genug vom Jahrmarkt der Eitelkeiten, den man in den Künsten (nicht nur in der Musik) so oft findet. Also, ein herzliches Ensemble und der Leiter ist ein charmanter Mann, der Menschen von Herzen mag.

Das merkte man dann auch dem Konzert an, nicht nur an den netten Ansagen und Einleitungen. Denn als wir uns uneins waren über eine Wiederholung – die einen spielten sie, die anderen nicht – da hat er einfach non-chalant unterbrochen und gesagt (!), dass wir das da capo nochmal spielen.
Für mich hat das seinen ganz eigenen Charme und die Gäste waren davon auch nicht abgetörnt, sondern sie hörten gerne zu und blieben hinterher so ziemlich alle noch zusammen mit uns am von uns gestellten Buffet mit netten und herzlichen Gesprächen.

„Na los, stell mir Fragen.“

Das singt Cäthe in ihrem Stück So oder so. Zur Zeit spukt es mir im Kopf herum, also habe ich es rausgesucht.

Fragen werden viele gestellt in dieser KI-Zeit. Doch ist es richtig, sich mit der KI zu unterhalten?

Auf hr2 habe ich gestern (oder vorgestern) was gehört, was mich nachdenklich gemacht hat. Der Radiomensch erzählte, dass er mit einem sehr guten Freund unterwegs war. Für ihn überraschend hat dieser Freund die ganze Zeit die KI befragt. Sie kamen darüber ins Gespräch und der Radiomensch fragte den Freund, wieso er das mache. Die Antwort war, es würde Zeit sparen. Der Radiomensch war perplex. Denn es spart zwar Zeit, aber das Denkvermögen, das wichtige, wird nicht geschult, bleibt aussen vor.
Das wiederum finde ich einen wichtigen Gedankenanstoss.