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Interviewserie zu Fotogruppenerfahrungen.

Ich werde hier demnächst eine Interviewserie zu Fotogruppenerfahrungen einstellen. Die ersten habe ich schon angeschrieben und bin gespannt, was alles so an Rückmeldung reinkommt.

Meine Motivation? Ich bin selbst Fotogruppenleiterin, nun schon seit einigen Jahren. Meine Vorgängerin – eine Profi-Fotografin - konnte es nicht mehr weitermachen, weil sie ohnehin zu viel machte. So hat Hannah Hebbelmann, die Leitung des manna, mich gefragt, ob ich nicht die organisatorische Leitung übernehmen möchte, zumal noch eine Ehrenamtsvereinbarung von mir vorlag.
Nun bin ich nicht die „Starfotografin“, die andere anleitet. Ich hatte auch sonst keine Erfahrung mit Fotogruppen. Ausserdem war noch Corona. Aber Hannah meinte, ich könne gut organisieren und traute mir das zu. Mit der Zeit wurde ich neugierig, wie andere Fotogruppen so ticken, was die so machen und was sie ausmacht.

Eine Tonwertkorrektur taugt was.

Lange Zeit habe ich das ausgelassen. Doch letztens bin ich auf zwei schöne Erklärvideos von Markus Wäger gestossen (Video 1: Histogramm und Tonwertkorrektur in Affinity Photo, Video 2: Affinity Photo: Kontrollierte Tonwertkorrektur in der Pixel Persona von Affinity Studio)
Markus Wäger gibt schon tolle Tipps. Ich wiederhole sie hier nicht, denn die Videos sind kurz, die kann man sich gerne bei Interesse anschauen. Ich zeige Euch das Ergebnis, denn ich habe daraus gelernt.

Das folgende Bild war ohne Tonwertkorrektur:

Hauptkirche in MG-Rheydt.
Hauptkirche in MG-Rheydt.


Das zweite Bild mit Tonwertkorrektur. Das macht doch gleich was ganz anderes her!

Hauptkirche in MG-Rheydt.
Hauptkirche in MG-Rheydt.


Abgesehen von Histogramm und Tonwertkorrektur gibt er noch den tollen Tipp, die Farbgebung seiner Arbeitsumgebung (bei mir ist das Affinity Photo) umzustellen (und zeigt auch, wie man das macht) von rein schwarz (oder rein weiss) auf was graues. Weil die Farbe der Arbeitsumgebung auch dazu beiträgt, ob man ein Foto als zu hell oder zu dunkel betrachtet.

„Chillen“ ist ein gutes Wort.

Es ist ein gutes Wort, weil es sich nicht nach Nichtstun, sondern nach Tätigkeit anhört. Man frönt dem Müßiggang (um mal zwei alte Wörter zu verwenden), ohne sich zu langweilen. Tausend Dinge spuken im Kopf herum, eines so vergnüglich (mindestens) wie das andere, wenn nicht sogar produktiv, wenn neue Ideen entstehen oder was auch immer geplant wird.

Ich chille gerne, brauche ausreichend Raum dafür. Das habe ich gemerkt, als ich noch eine Fremdsprache lernen wollte. Das hatte nicht so geklappt, weil ich chillen will und es brauche, nicht noch nach der Arbeit was pauken.

Das Foto ist heute beim gemütlichen Plausch mit einer guten Freundin entstanden. Wir hatten es uns im Schatten gemütlich gemacht mit diesem schönen Ausblick.

Schlosshof in Mannheim.
Schlosshof in Mannheim.

Manifestieren ist Gehirnwäsche und eine Pein.

Manifestieren ist (unter anderem, siehe Wikipedia) ein spiritueller Trend, der besagt:
etwas sichtbar und erfahrbar zu machen, das zuvor nur als Gedanke oder Wunsch in Dir existiert hat. Es geht darum, Deine innere Ausrichtung so zu gestalten, dass sie mit Deinen Sehnsüchten übereinstimmt.
via

Die Jugendreferentin meiner Gemeinde hat letztens über ihre Zeiten mit Esoterik und Okkultismus gepredigt. Dabei kamen auch Manifestationen zur Sprache.
Erst dachte ich mir nichts, denn mir liegt das fern. Ich gehe nach den tatsächlichen Bedürfnissen eines Menschen und überhaupt sind mir Realisten, die positiv im Leben stehen, am liebsten. Dieses (gewalttätige) Traumsusenzeugs, wie es oben beschrieben ist, ist nicht mein Ding.

Ich hatte das schon mal kennengelernt als ich mit dem Wohlstandsevangelium in Berührung kam. Dort muss man einfach nur genug beten und genügend Glauben haben, dann gehen die Wünsche in Erfüllung. Das fand ich schon abwegig, kannte aber Leute, die diesem Glauben anhingen (und nahm sie nicht allzu ernst).

Langsam setzte sich die Predigt und mir kam meine Familie, meine schicke Verwandtschaft in den Sinn. Um Himmels Willen, die müssen das seit Jahrzehnten praktizieren, dann ergibt ganz viel einen Sinn!
Noch lasse ich es sich setzen, noch habe ich mit meinem Bruder nicht geredet. Doch das Bild wird immer vollständiger.
Ich hatte nie verstanden, warum dort nie zum Fachmann gegriffen worden war, wenn man ihn brauchte. Statt dessen sollte ich zaubern können. Auch das hatte ich nie begriffen. Ich hatte mich gefragt, welche Grenzen denn noch überschritten werden, wo denn endlich Ende Gelände wäre.
Ja, wenn man sich alles Negative, alle Enttäuschungen, … im Leben vehement positiv wünscht und so lebt, dann wird das endlos, dann wird das pervers und fürs Gegenüber eine Pein. Für mich war es der blanke Terror.

Sie wollten aus mir eine andere Person machen, nur, weil mein Vater nicht zugeben konnte, dass er mit mir nicht zurecht kam. Pein.
Er hatte Parkinson und Depressionen. Ging nicht zum Arzt und es hat keinen von seinen Angehörigen geschert, was er hatte. Ich hätte wieder zaubern können sollen. Ich hatte, soweit es nur ging, Abstand gehalten, trotzdem war es Pein.
Und so weiter und so fort.

Unsere Jugendreferentin meint zu recht, dass solche Dinge aufgeklärt gehören. Und gab als Tipp aus (weil das anscheinend oft die Jugendlichen betrifft wegen der Influencer auf TikTok und Co), dass, wenn man ein komisches (Bauch-)Gefühl hat, man erstmal ein oder zwei Schritte zurücktreten und jemanden um Rat fragen solle. Hat sie recht.

Unerträgliche Hyperei nicht nur bei KI.

Anscheinend wird immer wieder eine Sau namens "KI-Benutzung beim Erstellen vom Blog-Postings" durchs Dorf getrieben, wie ich gerade beim Lesen von Horsts Posting Der letzte aufrechte Non-KI-Blogger erfahren habe.

Thomas schreibt in seiner Antwort unter anderem den Satz:
Auch, wenn ich persönlich nicht verstehe, wozu man zum Tagebuchschreiben unbedingt eine KI braucht.
Den Satz finde ich so gut. Er stellt das Überzogene an Techniknutzung dar.

Und damit komme ich zu meiner Überschrift. KI wird derartig gehypet, einem schon fast aufgezwungen, das finde ich mehr als unanständig. Wer sich je mit Hypes im allgemeinen befasst hat, wird wissen, dass es da erst immer einen grossen Begeisterungspeak gibt. „Peak“ bedeutet einen steilen Anstieg. Und darauffolgend einen steilen Abfall. Ehe sich das langsam auf viel niedrigerem Niveau konsolidiert.

KI wird auf der ganzen Welt massiv gehypet. Was ist, wenn dann der steile Abfall der Begeisterung kommt, wenn die Leute schwer enttäuscht sind? Nicht jeder hält das aus, nicht jeder verarbeitet das.

Ich finde es verantwortlungslos.