Vielleicht kennen einige von Euch den Kanal MAITHINK X. Mai Thi Nguyen ist eine Chemikerin und eine Wissenschaftspublizistin. Sie bereitet brennende Themen für die Öffentlichkeit auf, für die Nichtwissenschaftler (schliesslich ist nicht jede studierte und promovierte Chemikerin) und publiziert das in ansprechenden Shows. Viele kennen wahrscheinlich Ranga Yogeshwar, der das auch macht. Er ist sozusagen ein Vorgänger von ihr. Mai Thi ist nun auch schon eine Weile am Start und macht prägnante Shows.
Dieser Tage hat sie sich Sonnencreme vorgeknöpft und überprüft, wann und wie Sonnencreme nützt bzw. schadet. Unter dem
Link geht es zum Youtube-Video auf dem MAITHINK X-Kanal.
Selten war sie so ersehnt wie dieses Jahr, bei dieser Hitzewelle. Kürzere Tage setzen wir in unseren Hirnen damit gleich, dass bei Einbruch der Nacht (oder des Abends) die Sonne nicht mehr (so) brüllt. Nichts wünschen wir uns mehr.
Was will man an diesen überaus heissen Tagen schon machen? Ich
lese von anhaltendem Trauma durch das Erwerbsleben, weil es im Arbeitszimmer auf Arbeit höllenheiss war. Ein Trauma, das in das Rentendasein rein reicht. Zum Beispiel.
Eine Freundin erzählt mir, dass sie sich auf Arbeit keine Split-Klimageräte anschaffen können, weil das politisch nicht erwünscht sei. Wann sie wohl in dieser Entscheidung umkehren? Wenn der erste umkippt? Oder wieviele braucht es dafür?
Bei mir ist es dieser Tage so semi. Ich warte auf meinen Ventilator (soll dieser Tage kommen), der mir Windchen um die Ohren bläst. Ich bin daheim, habe eine Erkältung und muss die auskurieren. Hauptsächlich, indem ich mich schone (trinken und so ist schon auch angesagt). Was will man an solchen Tagen auch anderes machen, als sich zu schonen? Gut auskuriert werde ich nächste Woche wieder in die Arbeit gehen. (Da ist es Gott sei Dank gekühlt. Aber nach Arbeitsschluss werde ich dann vor einer gefühlten Wand stehen.)
Nächste Woche sollen die Temperaturen zwischen 30 und 33°C pendeln. Eigentlich auch schon wieder viel zu heiß für mich. Immerhin sind es keine 39°C, denn die winken uns an diesem Wochenende.
Ja, immer mal her mit früheren Abenden und Nächten! Mit Kühle!
Das ist ein private Aktion von
Dirk,
Benedikt und
Robert. Sie haben sie letztes Jahr gestartet, als ihre Blogs jeweils 25 Jahre alt waren. Sie fanden die Aktion so inspirierend und erfolgreich, dass sie sie dieses Jahr im Herbst wieder durchführen werden. Ihnen geht es einfach darum, Leben in die Blogosphäre zu bringen. Es ist keinerlei Werbung oder Profit damit verbunden.
Mehr dazu findet Ihr auf deren Blogs.
Sprich: Im Streichquartett ist es nicht so gern gesehen, wenn ich den Leuten die
Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach zumute.
Zu Jugendorchesterzeiten hatten wir die Fugen 1, 4 und 9 gespielt und so dachte ich, das könne ich wieder aufleben lassen. Zumal ich Bach liebe. Aber für ein Streichquartett ist es aufgrund des fehlenden Dirigenten blöd. Wir hatten ein (altes, der Lautstärke wegen) Metronom in die Mitte gestellt, aber da fehlte uns immer die Eins. Und vielleicht einer, der den Einsatz gibt, wenn das Thema (oder der Kontrapunkt) kommt in der eigenen Stimme.
Ausserdem habe ich gelernt, dass viele Leute gar nicht gerne zählen. Ich selbst zähle immer, habe mir das in langen Jahren Orchestererfahrung und Dirigentenerfahrung angewöhnt. Ohne zählen geht es nicht. Bei Bach schon gleich gar nicht. Er erfordert sehr genaues Taktgefühl. Irgendwie gehört für mich das Zählen bei ihm (und auch bei anderen) dazu und man bekommt das nach mehrmaligen Üben ins Gefühl, es gehört zum Stück dazu.
Nun denn, ich werde wohl niemals mehr wieder die „Kunst der Fuge“ spielen. Schade.
Am Montag abend habe ich in einem Konzert mit Charme mitgespielt. Es war das zweite Mal, dass ich in diesem Ensemble ein Konzert mitgespielt habe und diesmal nahm ich es bewusster wahr. Das Ensemble ist ein herzliches, meist älteren Datums, und alle haben sie genug vom Jahrmarkt der Eitelkeiten, den man in den Künsten (nicht nur in der Musik) so oft findet. Also, ein herzliches Ensemble und der Leiter ist ein charmanter Mann, der Menschen von Herzen mag.
Das merkte man dann auch dem Konzert an, nicht nur an den netten Ansagen und Einleitungen. Denn als wir uns uneins waren über eine Wiederholung – die einen spielten sie, die anderen nicht – da hat er einfach non-chalant unterbrochen und gesagt (!), dass wir das da capo nochmal spielen.
Für mich hat das seinen ganz eigenen Charme und die Gäste waren davon auch nicht abgetörnt, sondern sie hörten gerne zu und blieben hinterher so ziemlich alle noch zusammen mit uns am von uns gestellten Buffet mit netten und herzlichen Gesprächen.