Es ist ein gutes Wort, weil es sich nicht nach Nichtstun, sondern nach Tätigkeit anhört. Man frönt dem Müßiggang (um mal zwei alte Wörter zu verwenden), ohne sich zu langweilen. Tausend Dinge spuken im Kopf herum, eines so vergnüglich (mindestens) wie das andere, wenn nicht sogar produktiv, wenn neue Ideen entstehen oder was auch immer geplant wird.
Ich chille gerne, brauche ausreichend Raum dafür. Das habe ich gemerkt, als ich noch eine Fremdsprache lernen wollte. Das hatte nicht so geklappt, weil ich chillen will und es brauche, nicht noch nach der Arbeit was pauken.
Das Foto ist heute beim gemütlichen Plausch mit einer guten Freundin entstanden. Wir hatten es uns im Schatten gemütlich gemacht mit diesem schönen Ausblick.
Gestern war ich im Klimaasyl in einer befreundeten WG (bei denen war es deutlich kühler als bei mir). Es kam noch ein Besucher dazu. Ich weiss nicht, wie es kam, aber der Freund in dieser WG fing mit irgendwas Politischem an. Mir wurde schon unbehaglich zumute, da meinte der Besucher, er liesse Politik, Religion und Geld aus Unterhaltungen / Diskussionen raus, weil es da immer zu Streit käme.
Politik ist so eine Rechthaberchose. Eigentlich braucht man dafür einen kühlen Blick, doch so viele haben es hier mit Rechthaberei und schnellen Meinungen. Als ob man so differenzierte Entscheidungen treffen könnte! Doch wer will das wissen? Politik ist gut, wenn man sich aufregen will.
Thema Religion. Zum einen mit hochgefahrenen Erwartungen an Gläubige überfrachtet. Zum anderen meint dazu oft jeder, die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben. (Ich denke, mein Religionslehrer wusste schon, warum er so betonte, DIE Wahrheit gebe es nicht.) Ich wünsche mir hier Gelassenheit, Toleranz, Offenheit. Erstmal finden.
Geld führte der Besucher auch noch an. Die Verteilung von Geld ist ungerecht. Punktum. Was will man dazu schon sagen? Dieses Thema meiden Gott sei Dank die meisten, sodass ich hier keine Erfahrungswerte habe.
Die Stechmücken diverser Art sind wieder unterwegs und haben auch meine Beine ordentlich zerstochen. Hu, ist das ein Gejucke!
Was mir immer sehr geholfen hat, das ist mein Stichheiler. Doch den meinte ich nicht mehr bei mir zu finden. Gar nicht wahr! Heute habe ich mich endlich aufgerafft und gesucht. Er war weitaus weniger versteckt als ich dachte. Ich habe ihn gleich angewendet und jetzt fühle ich mich wohler. Obwohl ich nicht alle Stellen versorgt habe.
Vielleicht kennen einige von Euch den Kanal MAITHINK X. Mai Thi Nguyen ist eine Chemikerin und eine Wissenschaftspublizistin. Sie bereitet brennende Themen für die Öffentlichkeit auf, für die Nichtwissenschaftler (schliesslich ist nicht jede studierte und promovierte Chemikerin) und publiziert das in ansprechenden Shows. Viele kennen wahrscheinlich Ranga Yogeshwar, der das auch macht. Er ist sozusagen ein Vorgänger von ihr. Mai Thi ist nun auch schon eine Weile am Start und macht prägnante Shows.
Dieser Tage hat sie sich Sonnencreme vorgeknöpft und überprüft, wann und wie Sonnencreme nützt bzw. schadet. Unter dem
Link geht es zum Youtube-Video auf dem MAITHINK X-Kanal.
Selten war sie so ersehnt wie dieses Jahr, bei dieser Hitzewelle. Kürzere Tage setzen wir in unseren Hirnen damit gleich, dass bei Einbruch der Nacht (oder des Abends) die Sonne nicht mehr (so) brüllt. Nichts wünschen wir uns mehr.
Was will man an diesen überaus heissen Tagen schon machen? Ich
lese von anhaltendem Trauma durch das Erwerbsleben, weil es im Arbeitszimmer auf Arbeit höllenheiss war. Ein Trauma, das in das Rentendasein rein reicht. Zum Beispiel.
Eine Freundin erzählt mir, dass sie sich auf Arbeit keine Split-Klimageräte anschaffen können, weil das politisch nicht erwünscht sei. Wann sie wohl in dieser Entscheidung umkehren? Wenn der erste umkippt? Oder wieviele braucht es dafür?
Bei mir ist es dieser Tage so semi. Ich warte auf meinen Ventilator (soll dieser Tage kommen), der mir Windchen um die Ohren bläst. Ich bin daheim, habe eine Erkältung und muss die auskurieren. Hauptsächlich, indem ich mich schone (trinken und so ist schon auch angesagt). Was will man an solchen Tagen auch anderes machen, als sich zu schonen? Gut auskuriert werde ich nächste Woche wieder in die Arbeit gehen. (Da ist es Gott sei Dank gekühlt. Aber nach Arbeitsschluss werde ich dann vor einer gefühlten Wand stehen.)
Nächste Woche sollen die Temperaturen zwischen 30 und 33°C pendeln. Eigentlich auch schon wieder viel zu heiß für mich. Immerhin sind es keine 39°C, denn die winken uns an diesem Wochenende.
Ja, immer mal her mit früheren Abenden und Nächten! Mit Kühle!