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Familiengeheimnisse enträtseln tut gut.

Bei den wichtigsten zumindest, den Schlüsseldingern. Ah, was sich bei mir setzt und legt! Ich werde immer ruhiger und gelassener. Wunderbar. Das wirkt sich auch sehr positiv auf meinen Blutdruck aus, ich brauche meine Blutdrucktabletten schon längst nicht mehr. Hach!

Sowohl mein Bruder als auch ich als auch meine Mutter hatten nie verstanden, warum das so ein jahrzehntelanger harter Scheidungskrieg war. Klar, wenn ich jetzt uns drei aufzähle und meinen Vater auslasse, dann muss da was an ihm gelegen haben.
Es hat an den Deppen ausserhalb von uns vieren gelegen, die sich nur gar zu gerne eingemischt haben. Boa, war das brutal! Und ja, die waren auf Vaters Seite zu finden (aber nicht an seiner Seite, was ihm nicht klar war). Brutalinskis. Und dachten wohl, es käme ihnen niemand auf die Schliche. Ha!
(Mein Vater lebt nicht mehr, ich kann ihm leider nicht mehr den Marsch blasen. Aber schwer gebüsst hat er es ohnehin, weil so etwas einfach nicht gut gehen kann.)

Ach, ich lass das einfach sich setzen. Schon das Wissen allein wirkt. Dieser himmlische Friede. Wunderbar!

Frau und Handwerk

in der Internetzeitung "Deine Korrespondentin" erschien gerade der Artikel Sei unabhängig und beneidenswert - Warum Frauen selbst Hand anlegen sollten. Ich denke sofort an einige Frauen aus meinem Umfeld, die das tun: Julia vom urbarium, Julia mit ihrer Firma, Petra, ... Eigentlich müsste ich gleich an mich selbst denken, aber ich kann tapezieren nicht leiden (in dem Artikel geht es um eine Baukoordinatorin - nicht mein Ding). Und ich stricke viel, ein typisch weibliches Handwerk (zur Zeit jedenfalls). Ausserdem liebe ich es, gemeinschaftlich mit anderen was zu erarbeiten. Ich glaube, das ist auch eher weiblich.

Doch mein Beruf, das ist ein typisch männlicher, ich bin Ingenieurin. Und ich glaube, in dem Männerladen, in dem ich arbeite, bin ich doch so etwas wie ein role model. So manches Mal wundere ich mich, dass nicht die erfahreneren Kollegen adressiert werden, sondern ich. Jeweils immer von Frauen.

Aber ich kann es verstehen. Es bringt was für die eigene Identität, wenn man es in einem Männerberuf mit einer Frau zu tun hat. Ich weiss das aus eigener Erfahrung. Ich weiss nicht, in was für einer Lebensphase ich war - erwachsen war ich schon - in der ich lauter Ärztinnen hatte (heute ist es bei mir gemischt). Mir tat das damals gut, dass diese Frauen allesamt echt was drauf hatten und das zu erleben. (Umgekehrt ging es einem Freund mit Männern so. Er hat das gebraucht, dass Männer was können, aus schlechter Erfahrung mit Frauen heraus.)

Immer dasselbe mit dem Urlaub

Vor dem Urlaub freut man sich wie toll das ist, nicht mehr angebunden zu sein im Urlaub. Und man freut sich darauf, dies, das und jenes zu tun.
Kommt dann der Urlaub, so schaltet man einen Gang runter (von wegen: Dies, das und jenes tun!), v.a. in der ersten Woche. So mancher Gedanke, so manches Erlebte setzt sich, legt sich. Das braucht Zeit. Und noch eine Stufe runtergeschalten. In der zweiten Woche zieht man dann langsam wieder an. Nach der zweiten Woche heisst es dann wieder: Loslegen! Und man freut sich auf den nächsten Urlaub. Da wird man endlich wahrmachen, was man in diesem versäumt hat. (Ha, ha!)

sich Passwörter merken etc.

Langsam bin ich genauso gut im Passwörter merken, wie ein Freund das mit Telefonnummern tut. Ich habe sie mir schon vermerkt (sonst wird man ganz mall), aber ich merke, mehr und mehr weiss ich die Dinger auswendig.

Und dieser Freund? Ja, er hat ein Smartphone, das er ausführlich benutzt, aber das darin enthaltene Adressbuch, das benutzt er fast nie. Er weiss die Telefonnummern auswendig. Und wenn er's doch mal nicht so weiss, dann schaut er in der History nach, und zielsicher findet er die richtige.

Oder doch nicht?

Bei selten angerufenen Menschen funktioniert's nicht so. Letztens musste er ein paar Seltene anrufen. Den einen hat er auch erwischt, aber beim anderen wollte es partout nicht klappen. Alle möglichen anderen Leute hat er erreicht und gleich schöne Weihnachten gewünscht, aber den einen, um den's ging, nicht. Schliesslich hat er aufgegeben. Und zugegeben, dass das mit dem Adressbuch doch eine gute Sache ist.

Ich war neugierig

und habe das Geschenk meines Arbeitskollegen jetzt doch schon geöffnet. Ich habe geahnt, dass da Plätzchen drin sein werden, selbst gebackene, durch und durch ökologische/biologische. Ich habe gerade nichts Süsses im Haus und so bin ich schwach geworden und habe das Geschenkpapier gelüftet.
Leute, da waren nicht nur Plätzchen drin, auch sage und schreibe ein halber, selbstgebackener Stollen! Meine Güte, ich bin nicht die grosse Stollenesserin und selbst wenn ich es wäre, ein halber Stollen ist viel. Ich habe also gleich bei Freunden angefragt, ob sie ihn mit mir essen. (Noch warte ich auf ihre Antwort, aber die arbeiten heute beide - sind im Einzelhandel, da geht es heute hoch her.)

Also wisst Ihr, dieser Kollege hat zu mir öfters gemeint, ob ich ihm nicht schon sein Weihnachtsgeschenk besorgt hätte. Da dachte ich mir, jetzt bekommt er erst recht was.
Eines Tages standen wir an unserer Arbeitsstätte vor dem Aufzug und warteten. Da stellte er die Frage wieder. Ich musste lachen und er meinte, ja ja, die Hausmeister lachten ihn auch aus, von denen bekäme er auch nichts. Woraufhin ich antwortete, er bekäme doch was von mir.

Er hat was Kleines bekommen, 100g Kräuterchai-Tee, weil er so gerne Tee trinkt (Chai trinkt er auch, habe ich beobachtet). Von seinem Geschenk hat er auch behauptet, es sei was Kleines, aber einen halben Stollen kann ich schon nicht mehr als klein betrachten!

Egal, ich freue mich!