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Die Jagd nach Weihnachtspostkartenmotiven.

Die habe ich an Heilig Abend wieder aufgenommen. Nun habe ich die Qual der Wahl aus meinen Motiven.

Hach, die Geschenketreppe im manna war aber auch gar zu schön! Die musste fotografiert werden. Jeder durfte sich eine der Tüten davon nehmen. (Ich habe mir keine genommen, weil da Stollen drin war. Daraus mache ich mir nichts.)

Geschenketreppe.
Geschenketreppe im Foyer der Kapelle.


Auch die Tischdeko machte sich gut. Im Hintergrund sieht man den Apfelstrudel mit Vanillesosse, den meine Ehrenamtskollegin (im schwarzen Pulli) schnabuliert. Ja, es gab lecker zu essen. Dicke Kartoffelsuppe mit Würstchen (wahlweise Hähnchen oder vegetarisch) und dann noch Apfelstrudel mit Vanillesosse. Mjamm!

Tischdeko.
Zu Tisch im Foyer der Kapelle.


Am Abend dann, beim Warten auf die Strassenbahn, die mich heimwärts bringen sollte, sind mir diese Sterne untergekommen, jeweils mit Geäst davor, was das Ganze umso reizvoller machte.

Weihnachtsstern.
Erleuchteter Weihnachtsstern.

Zweiter Weihnachtsstern.
Der zweite erleuchtete Weihnachtsstern.

Auf der Jagd nach Weihnachtspostkartenmotiven.

Zu Weihnachten verschicke ich gerne Postkarten mit einem eigenen, selbstgeknipsten Motiv. Hintendrauf noch ein netter Impuls. Die letzten beiden Jahre waren das die folgenden Motive:

Lichterschnüre.
Mit Lichterschnüren umwickelter Baum in Leimen.


Strassenkrippe.
Strassenkrippe in Heidelberg-Neuenheim.


Ich wollte dieses Jahr schon für nächstes Jahr vorsorgen, aber irgendwie ... Weihnachtsmarktmotive haben mich nicht so angelacht. Die Landschaft dagegen, die schneeweisse, die war wunderschön. Eisig schön, so eisig, dass ich nicht im Freien fotografieren wollte. Da fallen einem fast die Finger ab! Ich will das nicht.

So habe ich noch nichts. Oder doch, bisschen was habe ich schon geknipst: Die Wohnungstüre der Nachbarin, die diese mit schönen, selbstgebastelten Papiersternen verziert hat. Ich freue mich jedesmal, wenn ich daran vorbeigehe. Als Postkartenmotiv ist das vielleicht ein bisschen bieder? Doch wer hat heutzutage noch so schöne Sterne?
Eine Kandidatin ist diese Türe also.

Mitgemacht bei einem Fotowettbewerb.

Dieses Jahr habe ich doch mal bei einem Fotowettbewerb mitgemacht. Ausgeschrieben vom hiesigen dpunkt-Verlag und der Stadtbücherei dachte ich - nachdem ich dann auch die Preise studiert hatte - das sei eine gute Sache. Das Thema war "Hoffnung". Ein Thema, das dieser Tage wohl in der Luft liegt, aber so schwer darzustellen. (Eine Collage war verboten.)

Rotzfetzen und GeloMyrtol.
Rotzfetzen und GeloMyrtol: Meine Hoffnung auf Besserung.

Ich habe mir den Spass gemacht, auch ein Foto einzusenden. Ob das wohl irgendwie in die Ränge kommen würde? Bisschen provokant in seiner Hässlichkeit ist es ja. (Ein Haufen Rotzfetzen und darauf eine Blisterpackung GeloMyrtol, das meine Hoffnung auf Besserung symbolisierte. Da hatte ich gerade eine Erkältung.) Die Modalitäten des Fotowettbewerbs waren so squishy, da war alles möglich. Aber ich hielt das immer noch für einen regionalen Wettbewerb, da die Stadtbücherei mit involviert war (und unsere Stadtbücherei ist gut).

Gestern waren wir - meine Fotogruppe und ich - die Ausstellung anschauen mit den Siegerfotos und der Shortlist im 1. Stock der Stadtbücherei. Ich hatte sie schon vorher online angesehen. Da fiel schon auf, dass das internationale Fotos waren, also von wegen regionaler Wettbewerb!
Beim gemeinsamen Betrachten und Studieren waren wir uns einig, dass viele der Fotos herzlich wenig mit "Hoffnung" zu haben. Schöne bzw. gute Fotos zwar, aber sie konnten locker-leicht unter völlig anderen Themen laufen.
Schade drum.

In der Fotogruppe setzen wir uns - von diesem Wettbewerb inspiriert - mit dem Thema "Hoffnung" auseinander. Gemeinsam. Was wir wohl gemeinsam hinbringen werden? Einen Wettbewerb machen wir nicht daraus, aber eine (aussagekräftige) Ausstellung soll es werden.
Ich bin gespannt.

Rotzfahnen

Rotzfahnen.
Rotzfahnen.


Ein Freund erzählte mir von seiner neuesten Lektüre: Zen - Der Weg des Fotografen. Das sind "tägliche Übungen für mehr Kreativität in der Fotografie" von David Ulrich. (Er hat es aus der Stadtbücherei ausgeliehen.) Er hat mir daraus erzählt, von dem fotografischen Skizzenbuch. Dass die Kunst des Fotografierens die tägliche Übung beinhaltet (wenn nicht gar voraussetzt). Und so fordert der Autor und Lehrer von seinen Lesern und Schülern, wöchentlich allermindestens 100 bis 200 Fotos zu schiessen. (Bei dem Freund hörte sich das nach täglich an, da muss ich mich verhört haben.) Egal mit was für einer Kamera. Und es sollen auch nur Skizzen sein, keine ausgefeilten fotografischen Werke.
Der Freund überlegt sich nun, wie er das hinbekommt. Und zieht los zu einer seiner Rad- und Wandertouren.

Und ich? Ich werde kreativ. Ich kann gerade nicht sonderlich unterwegs sein (grippaler Infekt, kein Corona). Das, was ich den lieben langen Tag tue, das ist rotzeln (die Nase schneuzen). Ich bin schon ganz deppert davon. Was anderes habe ich nicht - scheint mir - fotografisch festzuhalten, selbst skizzenmässig nicht.
Die Rotzfahnen hier bestehen aus Klopapier, verschiedenen Klopapierrollen unterschiedlicher Farbe. Deswegen die Schattierungen.

Podcast: Fotomenschen

Gestern bin ich auf den Podcast Fotomenschen gestossen. Ich hatte spasseshalber mal "Fotopoet" im Internet gesucht. Ich meinte, mich dunkel zu erinnern, mal ein Blog eines sich so nennenden Menschen gelesen zu haben. Vor vielen Jahren.

Das Blog gibt es nicht. Aber eine ganze Podcast-Serie, die sich "Fotomenschen" nennt. Da ist dann auch der Podcast-Beitrag Der einarmige Fotopoet zu finden. Das hat mich interessiert, weil ein Freund von mir aus der ehemaligen Tschechoslowakei (und heutigen Tschechei) kommt und ausserdem eine mir bekannte Fotografin, der ich gerne auf Insta folge, gerade Malaise mit einer Hand hat und deswegen nicht fotografieren kann.

Ich habe die gesamte Podcastfolge angehört! Ich! Die ich so schlecht zuhören kann!
Sehr interessante Podcastserie überhaupt (ich habe in noch mehr reingehört). Sehr gut gemacht, recherchiert, gesprochen. (Sonst würde ich das Zuhören nicht durchhalten.) Informativ. Lässt Menschen und Zeiten wieder auferstehen.

(Ich sollte noch viel mehr schreiben über diese grandiose Podcast-Serie, doch mir fehlen die Worte. Kurz: Die Folgen, die ich - bis zu Ende (!) - angehört habe, habe ich sehr interessiert angehört und genossen.)