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Buch mit Herz.

Heute ist #indiebookday mit der dazugehörigen Website indiebookday.de. Ich hab's aber erst erfahren, nachdem ich meinen Bücherkauf heute getätigt hatte. Mindestens eines davon ist von einem unabhängigen, kleinen Verlag. Autorin ist Andrea Karimé, ihres Zeichens Kinderbuchautorin. Sie hat das Buch Sterne im Kopf und ein unglaublicher Plan geschrieben. Hach, das Buch ist: Hach! Ein Buch mit Herz, ganz viel Herz. Ich lese ja kaum noch Belletristik, aber dieses gefällt mir, da bleibe ich beim Lesen dabei und lege es nicht wieder weg, ewig ungelesen. So schön zu lesen.

Zum #indiebookday gehört eigentlich dazu, dass man ein Bild vom gekauften Buch macht. Ich will nicht, doch das Cover seht Ihr unter dem letzten Link. Er führt zur Verlagsseite, auf der das Buch beschrieben ist.

Paradigmenwechsel auf Twitter?

Vor ein paar Tagen habe ich mich seit langer Zeit mal wieder auf Twitter eingeloggt. Das Medium war mir ziemlich verleidet, weil dort so viel Wichtigtuerei und Arroganz herrschte. Herrschte. Vergangenheit. Seit neuestem kann ich bei Twitter lachen! Und das nicht nur an diesem einen Tag!
Twitter scheint einen Paradigmenwechsel vollzogen zu haben. Oder ist die Meute weitergezogen? Jetzt gehe ich gerne auf Twitter und lese gerne mit. (Ich habe selten etwas zu sagen, das bleibt weiterhin.)

Männerrituale oder agiles Projektmanagement

Beim Stöbern im dpunkt-Verlag bin ich heute auf einen Business-Krimi (der zweite des Autors Siegfried Kaltenecker) gestossen: Tod dem Management und im Untertitel "Ein agiler Kriminalroman".
Aus der Beschreibung beim Verlag:
Ein Wirtschaftskrimi für alle, die sich im agilen Feld bewegen oder dieses in spannungsvoller Form entdecken wollen.
Beim Rumstöbern habe ich mich köstlich amüsiert, ganz unabhängig davon, ob mir das Buch beim Lesen zusagen würde oder nicht. Wer möchte nicht schon mal der einen oder anderen Führungsperson im Betrieb einen nachhaltig vor den Kopf knallen, sodass diese nun wirklich einlenkt? Und wenn es im eigenen Kopf bis zum Mord geht. Decke runter vom hochgelobten Management! Es wird (offiziell) ermittelt!

Nun hatte ich es auch noch mit einem Freund über agiles Projektmanagement und so Zeug. Mir ist schon längst klar, dass diese propagierten Führungsstile aus der BWL nichts für Leute sind, die noch nicht so gefestigt sind (drücken wir es mal so aus). Im Gespräch mit dem Freund wurde mir klar, dass das noch viel zu harmlos ausgedrückt ist. Das sind Männerrituale, Sekten! Sie nennen sich nicht so, sind es aber doch! Deswegen erkennen die Männer in meinem Umfeld das viel schneller als ich. Ich bin kein Mann, und diese Flucht der Selbstunsicherheit ins sehr überzogen Markige erkenne ich nicht gleich. (Da brauche ich die Hilfe meiner männlichen Freunde.)
Ehrlicherweise könnten die betroffenen Männer eigentlich gleich Voodoo betreiben. Nichts anderes ist das. Aber dann wäre das gleich kenntlich, das wollen sie nicht.

Reise von Blog zu Blog

Eine Internetreise von Blogrolle zu Blogrolle habe ich heute nachmittag gemacht. Schon ewig her, seit ich das das letzte Mal getan habe. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern.

Ich weiss noch, dass ich früher oft enttäuscht war, was für sperrige Blogs es gibt. Sperrig in dem Sinne, dass wohl ein sperriger Mensch dahintersteckte. Mit den wenigsten konnte ich. Heute - mindestens 10 Jahre älter - weiss ich aus Erfahrung, dass es sehr viele Menschen gibt, die sehr anders sind als ich. Ich meine nicht durch irgendwelche Krankheiten, sondern durch ihre Grundeinstellung zum Leben. Nörgelei z.B. schreckt mich ab.
Es ist aber nicht nur das, was Blogs so manches Mal schwer macht zu lesen (ich nehme meines davon nicht aus).

Vor kurzem - am 27. Dezember 2020 - bin ich auf einen Insta-Post von Deutschlandfunkkultur gestossen, der Susanne Scharnowski, eine Wissenschaftlerin, zitiert:
Zu Hause bin ich geschützt und da habe ich auch noch Gestaltungsmacht. Draußen entzieht sich viel meiner Kontrolle. Ich habe viele Regeln, die ich beachten muß. Aber zu Hause bin ich auch frei.

In den Blogs trifft dieses Innen auf das Außen. Das kollidiert. Das eigene Blog wird oft als Wohnzimmer empfunden. Auf gewisse Art ist es das auch, auf gewisse Art wieder nicht. Es ist eine Gratwanderung zwischen kleiner, überschaubarer Welt (Freiheit) und dem offiziellen Anzug für Draußen (Regeln).

Ein paar Blogs habe ich rausgefischt und abonniert. Ich lasse mich überraschen, wie sie sich entwickeln.

70 Bücher in 9 Monaten

Corona haben wir hier in Europe seit ungefähr März 2020 (Mitte März kam der erste Lockdown). In dieser Zeit hat Tony Mortimer, seines Zeichens Songwriter und früher Bandmitglied von East17, eine neue Welt für sich entdeckt: Die Welt der Bücher! Er ist knapp 50 Jahre alt, hat vorher nie ein Buch zu Ende gelesen, aber jetzt frisst er sie regelrecht. 70 Bücher in dieser Zeitspanne, das ist eine stolze Zahl! Nicht etwa nur dünne Dinger, der "Herr der Ringe" und "Harry Potter" waren auch dabei. Er schreibt nun auch sogar selbst ein Buch. Und geht da ernsthaft dran, lässt sich beraten und so. (Durch sein Songwriting hat er ja quasi Übung im Kurzgeschichten schreiben, denke ich. Das baut er nun aus.)

Ich habe die Nachricht im Radio gehört (im Guardian steht sie ausführlicher). Da wollten sie von den Zuhörern wissen, was sie denn zur Zeit so lesen. Hat sich doch glatt ein Zuhörer gemeldet, auch knapp 50, der auch dieses Jahr so richtig durchstartet mit dem Lesen (allerdings nicht so exzessiv wie Tony Mortimer). Meint er, für die Aha-Momente in seinem Leben sorgen jetzt Bücher, früher war das immer das Radio (oho, das war ein Moment des Staunens für mich, denn das Gerede im Radio habe ich immer für Geplapper gehalten, selten horizonterweiternd).